Getreidereinigung

Vor der eigentlichen Vermahlung wird das Getreide im mehreren Arbeitsschritten gereinigt. Im Aspirateur werden leichte Teilchen wie Spelzen, Stroh und Staub mit Luft "herausgepustet". Im Steinausleser werden Steine entfernt und im nachfolgenden Trieur andere Sämereien nach Form und Größe aussortiert. Danach reinigt die Schälmaschine die Kornoberfläche und entfernt die obersten Schalenschichten.

Das linke Foto zeigt den Trockensteinausleser, rechts die Getreideschälmaschine.  
Getreidevermahlung

Die Körner werden zwischen Stahlwalzen, auf denen sich Riffel befinden, zerkleinert und anschließend gesiebt. Dieser Prozess findet mehrmals statt, wobei Schritt für Schritt die Schale vom Mehlkern getrennt wird. Zu Beginn hat das Mahlgut eine grobe Struktur und wird mit jedem neuen Durchlauf feiner. Die einzelnen Arbeitsstufen nennt man in der Müllerei Passagen.

Links ist das Walzenpaar im Walzenstuhl zu sehen, das Foto rechts zeigt einen Siebrahmen aus einem Sichter, in dem das Mahlgut abgesiebt wird.  
Mahlpassagen

Je höher der Ausmahlungsgrad eines Mehles ist, umso mehr Schalen- und Keimanteile des Getreidekorns gelangen ins Mehl. Das Mehl wird dadurch dunkler und enthält auch mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe.

Die einzelnen Mahlpassagen sind hier gut zu erkennen.  
Was bedeutet die Typezahl auf der Mehltüte?

Die Zahl ist ein Maß für den mittleren Mineralstoffgehalt des Mehles. Je höher das Getreidekorn ausgemahlen ist, um so höher ist der Mineralstoffgehalt und somit auch die Typezahl.
Weizenmehl Type 405 enthält rund 405 mg Mineralstoffe in 100g. Weizenmehl Type 1050 dagegen rund 1050 mg Mineralstoffe in 100g. Vollkornerzeugnisse enthalten alle Bestandteile des Getreidekorns und haben keine Typennummer.