Getreide

Weizen

zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und ist das wichtigste Brotgetreide der Erde. Er enthält die Vitamine B1, B2, B6 sowie Karotin, Kalium, Magnesium und Kieselsäure. Durch seinen hohen Kleberanteil ist Weizen sehr gut zum Backen geeignet.  
Roggen

ist neben Weizen das meist angebaute Getreide. Er besitzt eine höhere Kälteresistenz und stellt geringere Ansprüche an den Boden. Roggen enthält viele B-Vitamine und Mineralien wie Kalium, Phosphor, Fluor, Kieselsäure, Calcium und Eisen. Roggen enthält kaum Kleber, weshalb für ein gutes Backergebnis neben Hefe noch Sauerteig benötigt wird.  
Gerste

ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie stellt keine besonderen Anforderungen an das Klima. Die Gerste ist der wichtigste Rohstoff für Bier und Malzkaffee. Neben vielen Vitaminen und Mineralien enthält die Gerste einen hohen Schleimstoffgehalt. Dieser wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit aus. Durch das fehlende Klebereiweiß lassen sich aus Gerstenmehl keine Backwaren herstellen. Geschälte Gerstenkörner nennt man Graupen.  
Hafer

ist eine jüngere Kulturgetreideart und stammt ursprünglich aus Mitteleuropa. Er wächst auch in kühleren und feuchten Klimaregionen gut. Hafer hat einen hohen Fettgehalt, davon 80% ungesättigte Fettsäuren. Er wirkt sich positiv auf den Cholesterienspiegel und die Blutfettwerte aus, und ist ein hervorragender Energielieferant. Hafer zählt zu den wertvollsten Gereidearten.  
Mais

wurde durch Christoph Columbus von Mittelamerika nach Europa mitgegebracht. Er enthält viel Kalium, Magnesium, Phospor, Eisen, Kieselsäure und Zink und als einzige Getreideart größere Mengen an Karotin, der Vorstufe des Vitamin A. Mais besitzt kein Klebereiweiß, deshalb werden daraus Fladen hergestellt.  
Dinkel

ist eine Urform des Weizens und war schon 1000 v.Chr. weit verbreitet. Er ist anspruchslos gegenüber Boden und Wetter und sehr robust. Das Dinkelkorn ist mit der Spelze verwachsen. Demzufolge ist die Verarbeitung nicht so einfach wie bei Weizen. Dinkel enthält einen hohen Anteil an Klebereiweiß und eignet sich bestens zum Backen. 
Grünkern

ist Dinkel, welcher in der Milchreife geerntet wird. Er wurde in der Not endeckt, als früher in sehr feuchten Sommern die Dinkelkörner in der Ähre auszukeimen drohten, obwohl sie noch nicht erntereif waren. Die Körner wurden dann in der Milchreife geerntet und getrocknet. Er ist sehr gut verdaulich, jedoch auf Grund der Hitzeeinwirkung beim Trocknen nicht mehr keim- und backfähig.  
Buchweizen

ist eigentlich kein Getreide, sondern zählt zu den Knöterichgewächsen. Er gedeiht am besten auf leichten Sandböden und ist sehr widerstandsfähig. Die dreieckigen Körner besitzen einen hohen Mineralstoffgehalt und Lezithin, jedoch kein Klebereiweiß. Er ist für eine glutenfreie Ernährung geeignet.  
Hirse

war bis ins 19. Jahrhundert als Breigetreide ein bedeutendes Nahrungsmittel, wurde dann hauptsächlich durch die Kartoffel und den Reis verdrängt. Die vielen verschiedenen Hirsearten werden vorwiegend in Afrika, Indien und China angebaut, und gedeihen gut auf Sandböden. Hirse ist das mineralstoffreichste Getreide. Sie enthät besonders viel Kieselsäure.  
Amaranth

war das Nahrungsmittel der Azteken und wächst in Extremlagen tropischer Hochländer Asiens, Nord- und Südamerikas. Amaranth ist sehr gut verdaulich. Das Korn enthält viel Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren und wichtige Mineralstoffe. Amaranth enthält wie der Buchweizen ebenfalls kein Gluten.  
Reis

ist das Hauptnahrungsmittel für die Hälfte der Erdbevölkerung. Die Hauptanbaugebiete liegen in Asien. Reis ist eine Sumpf-Pflanze mit hohem Feuchtigkeitsbedarf und benötigt viel Wärme und Licht zum Gedeihen. Das Reiskorn hat zwei Schalen: Die Spelze, welche nach der Ernte entfernt wird und das Silberhäutchen, mit ihrem hohen Anteil an B-Vitamine und Mineralien. Ist nur die Spelze entfernt, so spricht man von Naturreis.  

Ölsaaten

Sonnenblumenkerne

stammen ursprünglich aus Amerika. Um gut zu gedeihen, brauchen die Pflanzen viel Sonne und Wasser. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E, Vitamin D, Vitamin K, Vitamin B, Vitamin A, Vitamin F, Karotin, Calcium, Jod und Magnesium und somit sehr gesund. Das Öl der Kerne wirkt positiv auf Herz und Kreislauf und sorgt für starke Knochen.  
Sesam

ist eine Ölpflanze, welche vorwiegend in Afrika sowie in Süd- und Mittelamerika angebaut wird. Der Samen enthält die Vitamine E, B1, B2, Provitamin A, ungesättigte Fettsäuren und Mineralien. Sesam hat einen hohen Anteil an Lecithin, das nervenstärkend und cholesterinsenkend wirkt.  
Leinsamen

sind die Samen der Flachpflanze, eine der ältesten Faser- und Nahrungspflanze. Er enthält viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Eisen. Die in hohem Maße enthaltenen Ballast- und Schleimstoffe wirken positiv auf die Darmfunktion sowie auf den Blut-Cholesterinspiegel.  
Blaumohn

ist der Samen des Schlafmohns. Aus den unreifen Kapseln wird Opium gewonnen. Die Mohnsamen dienen hauptsächlich als Rohstoff für Öl. Die Hauptanbaugebiete für Mohn liegen in Mittel und/oder Südeuropa. Der Mohnsamen enthält hochwertiges Eiweiß, zahlreiche B-Vitamine, ca. 50% Ballaststoffe und essentielle Linolsäure.